Das Sommer-Musikfestival

Das Sommer-Musikfestival in Skálholt gilt als die älteste Sommerkonzertveranstaltung Islands, 1975 von der Cembalistin Helga Ingólfsdóttir (1942-2009) gegründet. Am Anfang lag der Schwerpunkt auf der Barockmusik, seit 1978 jedoch werden jedes Jahr neue Kompositionen uraufgeführt. Heute liegt der Akzent auf zeitgenössischer kirchlicher Musik und Alter Musik. Häufig wohnen neben den Musikern gar einige Komponisten im Juli und frühen August in Skálholt. Das Festival dauert insgesamt fünf Wochen. Alle Konzerte werden in der Kathedrale von Skálholt abgehalten, die wegen ihrer akustischen Eigenschaften zu den besten Konzertgebäuden in Island zählt.

Den Musikern steht während des Festivals eine praktische Infrastruktur zur Verfügung, die neben verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten auch Probe- und Konferenzräume umfasst.

Kürzlich wurde in Skálholt eine Musikbibliothek gegründet, welche vom namhaften holländischen Violinisten Jaap Schröder eine Sammlung seiner Partituren und Bücher über Musik und Kunst erhielt. Während vieler Jahre war Herr Schröder selbst an der Durchführung etlicher Sommerkonzerte beteiligt.

Neben rund 30 öffentlichen Konzerten, Vorträgen und Seminaren, die während des fünfwöchigen Festivals stattfinden, werden auch CDs und Partituren für den internationalen Markt veröffentlicht.

Musikalische Werke, die während der Jahre für die Sommerkonzerte komponiert wurden, zählen mittlerweile zum Standardrepertoire und werden auch international aufgeführt.

Das bekannteste Stück, das aus musikalischen Aktivitäten von Skálholt stammt, dürfte „Heyr himna smiður“ (Höre, Schöpfer des Himmels) sein, welches für das Zehnjahresjubiläum der Kathedrale 1973 komponiert wurde.

Ein Beispiel, in ungewöhnlicher Umgebung aufgenommen, kann man hier hören: